Brief
Von Johann Heinrich Meyer (5. September 1796)
M. vermutet, daß seine Briefe G. nicht erreicht haben, wie auch M. seith 4. Wochen nichts von G. erhalten habe. Ausführungen zum Inhalt seiner vorangegangenen Briefe, unter anderem zum Problem seiner Mitwirkung an der Zeitschrift F. A. Leos und über seine Geldschulden bei der Familie Escher. - M. sei zu einem noch nicht edierten Brief des Legaten G. della Casa an den Kardinal Farnese, Nepot des Papstes Paul III., gelangt, in dem es um einige Bilder Tizians gehe. Wahrscheinlich seien in der Bibliothek Riccardiana im Palast Riccardi bisher ungedruckte Manuskripte von B. Cellini überliefert. - Bis Ende Oktober werde er das Kunststudium der wichtigsten und merkwürdigsten Erscheinungen in Florenz beendet haben. Wiederholte Klage, ohne G.s geistige Hilfe und Unterstützung arbeiten zu müssen. Jenen Coloßalischen Jupiter, dessen Stirne G. im Abguß besitze, habe M. endlich aufgefunden. Begeisterte Beschreibung einer Venus Urania und einer Pallas, die sich in den Uffizien befinden. - Beiliegendes sei für A. A. von Imhoff.
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