Brief
Von Georg Friedrich Christoph Sartorius (27. November 1802)
Dank für die mitgetheilten, erfreulichen Gaben ("Was wir bringen", "Mahomet" und "Tancred") mit Bemerkungen dazu unter Anspielung auf Kants Begriff des interessenlosen Wohlgefallens innerhalb der Ästhetik. - Über H. A. Schrader lassen sich nichts als Gutes sagen. Vor einiger Zeit hätte ein Ruf nach Jena Erfolg haben können. Nunmehr habe sich seine Lage in Göttingen verbessert (Aufsicht über den botanischen Garten). G. F. Hoffmann habe den Garten gänzlich zu Grunde gehen lassen. Er verbreite das Gerücht, einen Ruf nach Jena zu haben. Wäre sein Faulheits Teufel auszutreiben, gäbe es kein besseres Subjekt (vgl. RA 4, Nr. 489). - J. Reynolds "Works" (? in der Übersetzung von M. Kosmeli, Hamburg 1802) habe S. erhalten. Die Verlängerung der Leihfrist für den 3. und 4. Band von T. Birch ("History of the Royal Society of London", 1756f.) sei mit viel Bereitwilligkeit zugestanden worden. Der fehlende Bogen von J. K. Fischers "Physikalischem Wörterbuch" (Ruppert 4554) liege bei. - Die Copenhagener Mss. haben viele Arbeit und Mühe gemacht, [...] allein die Ausbeute war auch desto bedeutender. Reflexionen über seine Arbeit an der "Geschichte des hanseatischen Bundes" (Ruppert 3308); Wenn das Besondere [...] bedeutend und deutlich ausgesprochen wird, so erhebt es sich zum Allgemeinen wieder. - Grüße an August, dem er künftig aus seinem alten Spielzeug einige Hessische Mineralien und Petrefackten mitbringen wolle. - J. F. Blumenbach rühme die gütige Aufnahme, die er bei G. gefunden habe, spreche auch viel von einem Zwiebelmarkt und G.s Commentar darüber.
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