Brief
Von Friedrich Schiller (21. September 1798)
"Wallensteins Lager" könne in der gegenwärtigen Gestalt als ein lebhaftes Gemählde eines historischen Moments und einer gewißen soldatischen Existenz ganz gut auf sich selber stehen. G. möge das Stück nicht mit einer Oper, sondern mit einem anderen Schauspiel, am besten einem ruhigen, moralischen Drama gemeinsam aufführen. - W. von Humboldt sei mit den Vorschlägen G.s und S.s zum Druck seines Buches "Über Goethes Hermann und Dorothea" (vgl. Ruppert 1937) einverstanden. Humboldt lasse im selben Brief vom 5. September 1798 an S. auch für G.s "Euphrosyne" ("Musenalmanach" für 1799) danken. Im gleichen Brief vergleiche er N. E. Rétif de la Bretonne mit J. P. F. Richter.
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