Normalzeugnis Zeugnis
An Cornelia Goethe 11. 5. 1767 (WA IV 1, 84)
Mdlle. Breitkopf, elevée parmi les livres, a lu beaucoup, et s’en vante peu. Son genie vif, guidé par cette lecture prodouit des tres jolies choses, mais on y remarque trop l’air etudié, faute de ce stile simple que j’admire en toi. Je l’aime bien, a cause de la franchise de ses façons. Elle a bien de bonté envers moi, je la vois rarement, mais c’est dans sa compagnie que je trouve un plaisir infini. Mdlle Taenert, sa compagne, fille tres belle, elle a l’esprit percant, et moqueur, d’ailleurs des belle qualites. Elle parle en fille tres sage, son entretien est charmant, mais quoiqu’elle fasse tout pour plaire, on la craint, on ne l’aime pas.
Fräulein Breitkopf, in einer Bücherwelt aufgewachsen, hat viel gelesen und ihre Lektüre gerne. Doch ihr scharfer Geist produziert zwar schönste Dinge, aber allzu sehr ist das Studium zu merken und sie fehlt an der Einfachheit im Schreiben, die ich in dir bewundere. Ich mag sie wegen ihrer Ehrlichkeit und Offenherzigkeit. Sie hat eine gute Seele und behandelt mich mit Freundlichkeit, obwohl wir uns selten sehen, aber es ist nur bei ihr, dass ich unendliches Vergnügen finde. Fräulein Taenert, ihre Gespielin, eine sehr schöne Frau, hat einen schneidigen Geist und ist auch humorvoll. Sie spricht wie ein weises Mädchen und ihr Gespräch gefällt mir, aber trotz ihrer besten Qualitäten wird sie nicht geliebt, man fürchtet sie sogar.
Bezüge im Wissensnetz
Teil von (2)
Weitere QuellenHat Sprache (1)
GZP-Knowledge-Graph- Französisch