Brief
Von de Temcourt (30. Dezember 1811)
T., gebürtige Holländerin, habe in Frankreich eine unglückliche Ehe geschlossen und sei nun allein mit ihrer 6jährigen Tochter. Dieser wolle sie dennoch eine standesgemäße Erziehung zukommen lassen und müsse daher ihre Einkünfte erhöhen. Da sie ihre eigene Erziehung in Deutschland genossen habe, sei sie der deutschen Literatur im allgemeinen und G. im besonderen verbunden. In Paris werde ausländische Literatur nur ungenügend geschätzt. Aus diesem Grund wolle sie ein dort bisher unbekanntes Werk, das die Pariser dennoch ansprechen könne, übersetzen. Bitte an G., ihr ein geeignetes eigenes oder fremdes Werk zu nennen. Sie verpflichte sich, G. das fertige Manuskript der Übersetzung zur Prüfung vorzulegen. Die Sorge um ihr Kind zwinge sie, G. zu belästigen.
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