Brief
An Georg Carl von Richter (5. April 1804)
An Georg Carl Alexander v. Richter.
[5. April.]
Die beyden Docktoren J. B. Schad und Heinrich Schnaubert, gegenwärtig zu Jena, sind auf die russische Academie Charkov vocirt und denenselben auch schon das Reisegeld übermacht worden; da aber wahrscheinlich wegen weiter Entfernung des Herren Curatoris Grafen Potosky Exzell. welche nach Petersburg gereißt, biß jetzt keine Pässe angekommen, die Abreise aber auf den Anfang May festgesetzt worden; so entstehet die Frage, ob man nicht von denen in Dresden befindlichen ansehnlichen Russisch und Römisch Kayserlichen Gesandtschaften Pässe erhalten könnte, um gedachten Männern, Erstem mit Frau und Kindern, dem zweyten mit Frau, vielleicht mit einer männoder weiblichen Bedienung, durch die Römisch Kaiserlichen in die Russisch Kayserlichen Lande, den Weg zu öffnen. Man würde gedachte Personen noch überdieß mit academischen und andern gerichtlichen Zeugnissen versehen. Der Weg geht über Lemberg soviel bekannt ist. Eine gefällige Gewährung dieses submissen Gesuchs würde eine lebhafte Danckbarkeit der sämtlichen Interessirten zur Folge haben.
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