Brief

Von Josephine Gräfin O'Donell von Tyrconell (7. März 1814)

Dank für die übersandten Büchelchen (G.s "Hermann und Dorothea" und "Taschenbuch auf das Jahr 1802") sowie die sie begleitenden Verse ("Die kleinen Büchlein kommen froh ..."; WA I 4, 243). Das Werk erinnere O. an die glücklichen Zeiten, in denen ihr Mann ihr daraus vorgelesen habe. - Schilderung ihres depressiven Gemütszustands und Hoffnung auf baldigen Frühling. Trost gebe O. die Gewißheit, daß G. nach den Kriegsunruhen wieder seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen könne. Wunsch, Weimar einstens zu sehen. - Zum Gesundheitszustand der österreichischen Kaiserin Maria Ludovika, die sich empfehlen lasse und in deren Andenken G. einen hohen und schönen Platz behaupte. - Dem Verleger des 3. Teils von G.s "Dichtung und Wahrheit" (J. F. Cotta) sei O. sehr gram, weil sich das Erscheinen des Bands verzögere (vgl. RA 6, Nr. 913). - Informationen über Fürst K. Lichnowsky, der Großvater werde (bevorstehende Geburt des Fürsten Felix), Graf F. Althann und O.s Briefwechsel mit Gräfin K. Fritsch.

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