Brief

An Johann Heinrich Meyer (6. Juli 1820)

An J. H. Meyer. Mein Sohn wird Freytag früh zu mir herüber reisen; es wird mir angenehm seyn, wenn Sie den geschnittenen Stein ihm mit geben, er ist sehr artig; es mag allenfalls eine Muse seyn, die ihre Nacktheit vor neugierigen Augen verbergen will; es kann das Gewand in diesem Sinne nicht künstlicher angelegt seyn. Ich habe noch eine andere Auslegung dafür, die mir aber etwas gewagt scheint; davon das Mehrere nächstens. Dank für den neulichen Besuch und für so manches andere Gute, lassen Sie uns nicht länger als vierzehn [Tage] eine solche Zusammenkunft verschieben, die immer höchst fruchtbar wird. Gedenken Sie meiner an allen guten Orten und Enden. Jena den 6. Juli 1820. G.

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