Brief

Von Bettina von Arnim (31. Dezember 1823 bis 11. Januar 1824)

1823 Dezember 31 A. habe oft an G. schreiben wollen, aber ihre Empfindungen nicht ausdrücken können. Umfangreiche Betrachtungen über ihre den Naturgewalten vergleichbare Liebe zu G. - Gleichnis von der Treue eines Kindes, das in der Einsamkeit einem geliebten König opfert. A. werde verzweifeln, wenn nicht noch einmal die vergangene Zeit ihrer Liebe wiederkehre. Sie lebe ganz in der Erinnerung an ihn; Schicksal und Welt hätten nie wahrhaften Einfluß auf sie ausgeübt. 1824 Januar 1 Der Erwerb des Wissens und der Künste erscheine ihr Tod. Seit A. im ersten Anblick G.s erkannt habe, was Schönheit ist, sei sie nur durch Erleuchtung belehrt worden. Die Künstler würden sich mit der Geschicklichkeit begnügen, doch mache erst schöpferische Begeistrung das Genie aus. C. Rauchs Modell eines G.-Denkmals für Frankfurt zeige keine Individualität. A., ein Franckfurther Kind wie G., sei in einer schlaflosen Nacht zu einem eigenen Entwurf inspiriert worden. Ausführliche Interpretation der beifolgenden Zeichnung ihres G.-Denkmals, das in der Apotheose des Dichters die Liebe der Franckfurther Bürger aussprechen solle; erwähnt: G.s Werke und Anspielung auf die Bibel. A. habe eine Durchzeichnung an M. von Bethmann geschickt, der sie zu der Skizze ermuntert habe. 1824 Januar 11 Rauch wolle nach A.s Entwurf ein Gipsmodell anfertigen und einen Abguss zur Beurteilung nach Frankfurt senden (vgl. RA 10, Nr. 951).

Bezüge im Wissensnetz

Hat Sprache (1)

GZP-Knowledge-Graph
  • Deutsch

Wurde gesendet an (1)

GZP-Knowledge-Graph

Wurde abgesendet aus (1)

GZP-Knowledge-Graph

Wird angeführt von (1)

GZP-Knowledge-Graph

Hat Zeitspanne (1)

GZP-Knowledge-Graph

Kategorie (1)

GZP-Knowledge-Graph
  • Brief und Korrespondenz

Teil von (1)

GZP-Knowledge-Graph
Cookie-Einstellungen