Brief
Von Christian Gottlob Voigt (15. März 1797)
V. habe vom Herzog A. N. Scherers Aufsatz und G.s Promemoria (vom 13. März) erhalten, um es aufzuheben und bei G.s Rückkehr förmlich darüber zu resolviren. V. stimme in voller Überzeugung bei. - Ausführlich über des Herzzogs Entscheidung, C. A. Vulpius der TheaterAnstalt zu erhalten, und seine Absicht, Vulpius zugleich bei der Bibliothek anzustellen. V. halte diesen Plan auch im Hinblick auf eine künftige Bibliothekskommission für zweckmäßig. - Zum Ausgang der Unterhaltung zwischen V. und J. F. von Fritsch über die Generalpolizeidirektion (vgl. RA 2, Nr. 656). Es bleibe nunmehr alles bey dem Alten. - Zur Vorbereitung des Besuchs A. von Humboldts. V. freue sich darauf, Humboldt kennenzulernen; der Herzog sei ganz von der Mannigfaltigkeit seiner ressourcen bezaubert. Über die Bereinigung einer Besoldungsangelegenheit E. C. W. Ackermanns sowie über C. G. Schütz' Eintreten zugunsten einer Berufung H. K. A. Eichstädts nach Jena. - K. Jagemann habe sehr großen Beyfall. V. wolle G.s Aufmunterung, das Schauspiel wo irgend möglich, öfter zu besuchen, folgen, finde aber dort oftmals nicht die nötige Ruhe. - Freude auf "Hermann und Dorothea".
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