Normalzeugnis Zeugnis
W. v. Humboldt an Goethe 23. 3. 1795 (Geiger6 S. 3; GJb 8, 64)
Ich habe mich gestern in Absicht auf Baggesen geirrt. Schillers Absicht ist nicht gewesen, mit ihm sondern mit der Frau zu reden, die ohnedies den ganzen Sommer in Weimar bleibt, und da er B. nicht zu einem Geschäft braucht, und ihn selbst, wie wohl zu denken ist, nicht liebt; so ist er mit seinem Entschluß nicht herzukommen äußerst zufrieden. Dies erfuhr ich gestern gelegentlich von Sch. und muß Sie jetzt nur bitten, das Gesagte für ungesagt anzusehen, und die Verwirrung zu verzeihen, die ich in guter Meinung für unsern Freund angerichtet.
Den Procurator habe ich mit großer Freude gelesen ...
Meine Frau und ich freuen uns unendlich Ihres Herkommens, und ich danke Ihnen noch herzlich für die gestrige freundliche Aufnahme.
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