Brief
Von Ernst Valentini (29. August 1802)
Die von ihm zur Weimarer Kunstausstellung 1802 eingereichten Gemälde "Perseus befreit Andromeda" und "Hebe" werde G. bereits erhalten haben. Über letzteres wünschte er nur ein belehrendes Urtheil. Wegen der Namensnennung der konkurrierenden Künstler bitte er um ein nachsichtiges und behutsames Urteil, das ihm bei Hofe (Lippe-Detmold) nicht schaden könne. Beschwerde über die Beurteilung seiner vorjährigen Arbeit, mit der ihm Unrecht geschehen sei. Man hätte sie lieber zurückstellen sollen (vgl. RA 3, Nr. 1320). Besonders der Vergleich mit dem Knaben von 12 Jahren aus Wien (J. P. Krafft), dem sicher Hilfe zu Gebote gestanden habe, sei schmerzlich für ihn gewesen (vgl. "Weimarische Kunstausstellung vom Jahre 1801 [...]", in: ALZ 1802, S. I-XXVIII, besonders S. V). Um aus seiner Abgeschiedenheit herauszukommen, wolle er mit Erlaubnis seines Hofes einige Jahre seinen Aufenthalt in einer großen Stadt nehmen, wo er an Kunstwerken lernen könne. Künftiges Jahr hoffe er mit einem würdigeren Produkt hervorzutreten.
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