Normalzeugnis Zeugnis
F. Bienemann nach J. F. La Trobe (Balt. Monatsschr. 58, 155)
Wie vor seinem Aufenthalt in Livland 1794 in den ihm vertrauten Kreisen verkehrend, traf La Trobe im Hufelandschen Hause auch wieder mit Goethe zusammen und bei Gelegenheit der wieder aufgenommenen musikalischen Abendunterhaltungen trug er häufig ihm von Zelter zugesandte kleinere Kompositionen vor, mit dem er damals bereits in lebhaftem künstlerischem Verkehr stand. Von diesen fand besonders eine, mit dem Text des Matthisonschen „Ich denke dein“ Goethes Beifall und regte ihn zu jenem lieblichen Gedicht an, das er „Nähe des Geliebten“ nannte, mit dem Refrain „ich denke dein“. Dieses Gedicht trug er dann wieder bei Hufeland vor, und La Trobe, der das nicht versäumte Zelter mitzuteilen, wurde so gewissermaßen zum Vermittler der Freundschaft zwischen diesem und Goethe.
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