Brief
Von Anna Amalia von Helvig (26. Januar 1811)
Bedauern darüber, G. (im Sommer 1810) in Weimar nicht angetroffen zu haben. - Über H.s Freude, das liebe Vaterland betreten zu haben und wieder bei besserer Gesundheit zu sein. Hinweis auf ihre während der Reise geschaffenen literarischen und künstlerischen Werke; erwähnt: K. von Helvig. - H. berichtet von der Bekanntschaft mit den Brüdern Boisserée und empfiehlt G. eine persönliche Begegnung mit S. Boisserée. Dessen Gemäldesammlung habe H. und ihre jüngste Schwester (Luise) zur Erstellung von Kopien angeregt; erwähnt: die in kleinem Kreis stattfindenden Kunstabende. Angebot H.s, für G. Beschreibungen von den bedeutendsten Gemälden anzufertigen (vgl. H. "Beschreibung altdeutscher Gemälde"). - Reflexionen über das milde Klima um Heidelberg. - H. habe seinerzeit in Weimar P. A. Wolff ihre dramatische Idylle ("Die Schwestern auf Korkyra") lesen lassen und bitte nun G. zu erwägen, ob sich das Stück aufführen lasse; sie habe 300 neue Verse dazu verfaßt. Wegen eines eventuellen Drucks (vgl. "Taschenbuch auf das Jahr 1812") bitte sie vorab um Nachsicht. - Zur Lektüre des Kapitels "Die Flucht nach Ägypten" (aus "Wilhelm Meisters Wanderjahren" I 1); erwähnt: G. de Staël. - Hinweis auf den Überbringer des Briefes, einen Künstler aus Weimar gebürtig. - Hoffnung auf Nachricht von G.
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