Brief

Von Friedrich Theodor Adam Heinrich von Müller (26. April 1817)

M. übersende G. den wärmsten und innigsten Dank für den unvergaenglichsten Abdruck seiner Züge im zierlichsten Rahmen (G.s Porträt auf G. Schadows Medaille; vgl. G.s Tagebuch vom 25. April); erwähnt: die schönste Nachbarin (? Gräfin J. Egloffstein). - Die Rückkehr des Winters erlaube M. vielleicht, seinen Schlitten mit einem Besuch bei G. einzuweihen. - Das Edikt über die Preßfreyheit, an dem sich M. im heutigen Regierungsblatt zu sonnen gedachte (Reskript des Großherzogs an die Landesdirektion vom 13. April), scheine in solchen stürmischen Tagen eingefroren zu seyn; doch habe er gehört, nur zufällige Umstände hätten einen Abdruck verzögert, der nun wohl am 1. Mai erfolge (richtig: 2. Mai). - Bei F. J. Bertuch erscheine in diesen Tagen der Nachdruck des famosen (Napoleon zugeschriebenen) "Manuscrit venu de St. Hélène" (von J. F. Lullin de Châteauvieux, vgl. Ruppert 3327), das M. gleich übersenden wolle; erwähnt: K. L. von Knebel.

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