Brief

Von Christiane Vulpius (Goethe) (4. bis 10. Juli 1803)

1803 Juli 4 Tagebuchartiger Bericht über das Lauchstädter Badeleben: Geselligkeiten, Theateraufführungen mit deren Einnahmen, und zwar: G.s "Natürliche Tochter", Schillers "Braut von Messina", Kotzebues "Verwandtschaften", F. H. von Einsiedels "Brüder" (nach Terenz), J. Herzfelds "Hausverkauf" (nach d' Alayrac), F. Kratters "Mädchen von Marienburg". Erwähnung von J. J. Graff, A. A. C. Miller, A. H. Niemeyer und Frau, J. S. F. Petersilie und Mutter, Prinz Eugen von Württemberg, L. F. T. Hain, T. H. A. Bode, Herrn von Wangenheim, T. A. H. Schmalz, den Gastwirten Sangusto und Demski, dem preußischen Königspaar, K. E. Goethe, K. Jagemann, G. E. Mara, J. K. von Nostitz, W. Probst, Graf A. W. von Oertzen, (?)Stümler (A. W. Stünzner), von (?)Diemmel (A. W. von Thümmel), Herrn von (?) lietwiez (Lüttwitz), W. Ehlers, W. Maaß, Schiller, dem Kutscher und Karl (J. Gensler). Dank für den durch Schiller, H. Gentz, F. G. Müller und W. Probst übersandten Wein und für diesen schönen Badeaufenthalt. - Einzelheiten: Das "Reiterlied" aus "Wallensteins Lager" und das Lied "Ein freies Leben" seien in Gesellschaft gesungen worden. Vom großen Gewitter bei der Vorstellung der "Braut von Messina". Über den Besuch in Giebichenstein am 8. Juli mit Erwähnung von J. F. Reichardt und dessen Frau, den Töchtern Luise, deren Bräutigam (F. Gareis) verstorben sei, Charlotte (Hensler), die am 18. Juli (K. P. H. Pistor) heiraten werde, Juliane und ihrem Bräutigam (C. F. B. Steltzer) sowie Friederike. 1803 Juli 6 Wenn G. nicht nach Lauchstädt komme, werde sie etwa am 20. Juli zurückreisen. 1803 Juli 8 Obwohl G. nun nicht nach Lauchstädt kommen werde, halte sie alle in diesem Glauben. Sie habe die Absicht, den Monat Juli hier zu bleiben, wie G. es ihr vorgeschlagen habe. Sorge um die Kosten; Erwähnung des Kassierers (J. G. H. Bergfeld), des Dieners Karl (J. Gensler) und des Kutschers. 1803 Juli 9 Ankunft Weimarer Gäste: Hennig (? von Hönning), von Lincker, (?)Grrim und Schmit (? Grimm und Schmidt), J. Seyfarth, (G. K. A. oder J. G. W.) Treuter, J. F. C. Gille; Erwähnung seiner künftigen Frau Marianne (Pfuhl), und der Madame (?) Geise aus Leipzig. 1803 Juli 10 Da G. nicht komme, wolle Schiller fort. G.s Brief (vom 7. Juli) habe sie sehr glücklich gemacht.

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