Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (7. Juli 1798)
Zu K.s Geldangelegenheiten. - Bitte um ein Lebenszeichen G.s. K. genieße das Daseyn und arbeite für gewöhnlich an seinem alten Lukrez ("Von der Natur der Dinge", vgl. Ruppert 1405f.), von dem künftige Ostern der 1. Band erscheinen könne, wenn er einen Verleger finde. Er wolle das Ganze in 3. Bändchen absondern; der 3. Band solle seine Anmerkungen enthalten. K.s "Elegien von Properz" (vgl. Ruppert 1428) würden sicherlich um nächste Michaelis bei G. J. Göschen erscheinen. - Über den Besuch J. K. S. von Holzschuhers. - In Weimar habe man ausgebracht, ihm sei seine Frau davon gelaufen. Ausführliche Begründung ihres langen Ausbleibens. Aber fremde Einmischungen seien freylich fatal, und besonders die Herzogin Luise betrage sich mit einem Unverstand, der fast sollte glauben machen, daß sie das Unglück dieser Person zur Absicht habe. - Dank für den eben erhaltenen Brief mit dem 12. Stück der "Horen" (1797). Die bestellten Eisenkörper werde G. nächsten Mittwoch erhalten (vgl. RA 2, Nr. 1347).
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