Brief
Von Johann Heinrich Meyer (23. September 1794)
Begleitet von der Kopie "Genius des Ruhmes" und um manche Erfahrung bereichert, wolle M. am 28. September von Dresden abfahren. M. besitze die erwünschten Stahlspiegel, die angeforderte Lorgnette wolle er nach dem Muster von G.s alter Lorgnette bestellen oder eine neue zur Probe mitbringen. Eine Scheibe von Beinglas habe er noch nicht erhalten können, da er J. F. von Racknitz nicht angetroffen habe. - Zum Handel mit J. F. Wacker: Dieser wolle seine geschnittenen Steine und Bronzen insgesamt verkaufen und die Altertümer nicht von der Bibliothek trennen. - Zur Zeit beginne M. die Kopie eines Engelskopfes aus Raffaels "Sixtinischer Madonna"; damit habe er außer der Gestalt der Heiligen Barbara alle Köpfe des Gemäldes abgezeichnet. - Familie Körner lasse grüßen.
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