Brief
Von Christoph Martin Wieland (14. Februar 1810)
Seitdem W.s Märchen ("Merlins weissagende Stimme aus seiner Gruft im Walde Brosseliand") ins Reine geschrieben sei, fange er selbst an, einiges Gefallen daran zu finden, halte es aber für G.s Zweck nicht brauchbar. W. könne das Mährchen machen [...] so wenig lassen als die Katze das Mausen. Er wolle es nicht drucken lassen, sondern der Erbprinzessin Maria Pawlowna am 16. Februar als Manuskript in die Hände spielen. Eine Kopie stehe G., dessen Aufruf er die Entstehung des Werkes verdanke, zur Verfügung (vgl. RA 5, Nr. 1383). - Beigelegte Strophen habe W. von einem Ungenannten und unbekannt bleiben wollenden erhalten, der sie G. für den 16. (Maskenzug aus Anlaß des Geburtstages der Erbprinzessin) oder 18. Februar (Redoute im Stadthaus mit Maskenzug; vgl. G. an Kirms, 1810 Februar Mitte. WA IV 30, S. 132. Nr. 5906a) zur Verfügung stelle. - Zitat von Horaz' "Episteln" I 10, 24.
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