Brief
Von Pius Alexander Wolff (11. Mai 1811)
Man muß reißen [...], um das Glück doppelt und in seinem ganzen Umfange zu fühlen, unter der Direction von Ew. Excellenz zu stehen [...]. W. berichtet, daß er und seine Frau (Amalie) in Berlin die günstigste Aufnahme gefunden hätten und rühmt die Vorzüge der Weimarer gegenüber der Berliner Schauspielkunst, besonders in bezug auf Deklamation und Verständlichkeit des Vortrags. - Dank für die Vermittlung der Bekanntschaft mit S. von Grotthuß. Sie habe ihm das Vergnügen verschafft vor einer großen und gebildeten Gesellschafft Pandora vorzutragen und seiner Frau einen Theil der Iphigenie (vgl. RA 6, Nr. 124). - Mit K. F. Zelter (vgl. RA 6, Nr. 136) sei er gestern Abend bei F. Bethmann gewesen, wo mehrere Lieder G.s vorgetragen worden seien. - Zum Fortgang ihres Gastspiels; künftige Woche geben wir Iphigenie und Egmont; über "Tasso" und manches andere wolle W. mündlich berichten. - Bitte um Verlängerung des Urlaubs um einige Tage; wir werden davon keinen Mißbrauch machen; erwähnt: L. Frank, die ebenfalls Gastrollen gebe. - Bitte um Empfehlung an C. von Goethe.
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