Brief

Von Johann Friedrich Reiffenstein (6. März 1789)

R. stehe bei G. für vieles in Schuld und bitte ihn, folgendes wenige solange auf Abschlag anzunehmen. Dank für eine Sendung Blumensamen. Nachrichten über Herzogin Anna Amalias Aufenthalt in Neapel, in deren Gesellschaft sich R. befunden habe, und über die Wiederbegegnung mit G. A. und J. P. Hackert. - Eine Kopie des von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha empfangenen Briefes habe R. an W. Tischbein gesandt. Herzog Ernst II. gestehe Tischbein die bewilligte Pension noch auf ein Jahr zu, habe ihn aber von allem seinen Pflichten los gesaget. Herder - dessen Büste A. Trippel angefangen habe - werde Tischbein freundschaftlich berahten, wie er sich bey diesem Vorfalle zu faßen habe um den veranlaßeten Unwillen seines Hohen Beschützers zu mildern und endlich wohl gar zu besänftigen. - Die sieben von G. Verlangten Pasten werde R. einer Sendung Anna Amalias mit Schwefelabgüssen beilegen. Anfrage wegen des Versandes der Tasso-Maske an Herzog Karl August. Pichler bitte um bestimmten Auftrag für die verlangten Onyxarmbänder. - M. A. A. Zucchi lasse für die zwei Bände des 8. Teils von "Gothes Schriften" danken.

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