Brief

Von Karl Friedrich Zelter (12. Dezember 1802)

Bericht über die Aufführung eines kleinen Schauspiels zu Z.s Geburtstag am 11. Dezember, an der Mitglieder der Berliner Singakademie, Z.s Kinder und (? K. A. C.) Steffany sehr humorvoll mitgewirkt haben. - G.s "Hochzeitlied" solle nicht aus Z.s Händen kommen; G. werde die Komposition gleich nach der Fertigstellung erhalten.- Dank für G.s Rat, seinen Stiefsohn K. L. Flöricke betreffend. - Zu J. H. Voß' Übersiedlung nach Jena. - G.s Ankündigung einer Werkveröffentlichung (vgl. "Der Geselligkeit gewidmete Lieder", in: "Taschenbuch auf das Jahr 1804", hrsg. von Wieland und G.) habe ihn wieder zu G.s Gedichten geführt. Ausgehend von G.s Ansicht von der dramatischen Form der Romanzen, die G. einst, bey Gelegenheit der ersten Walpurgisnacht geschrieben habe (vgl. G. an Z., 1799 August 26, WA IV 14, Nr. 4102), erörtert Z. seine Schwierigkeiten bei der Vertonung von G.s Gedichten "Der Zauberlehrling", "Die erste Walpurgisnacht", "Der Müllerin Reue" und "Wer kauft Liebesgötter". - Z. könne seine Weimarreise noch nicht festlegen, da er seinen Verpflichtungen gegenüber der königlichen Familie während des Karnevals in der Berliner Singakademie nachkommen müsse. - Bekenntnis seiner Liebe zur Kunst und zu G.s Genius.

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