Brief

Von Karl August Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach (25. März 1824)

Der Kölner Karneval sei etwas sehr belustigendes (vgl. RA 10, Nr. 604); S. hätte den dicken (F. von) Ende dabey sehn mögen. Dieser wolle ihm die Erfahrungen mit dem Pegel, wie der Wassermesser jetzt heiße, nach Durchsicht aller Akten mitteilen. Seit Köln preußisch sei, werde die Sache in großer Ordnung geführt. S. gedenke, dorten im Mai auf der Durchreise nach Gent zu Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar zu sein. - Den beigefügten Brief von B. Röse, der in Paris Material für eine Biographie Herzog Bernhards sammle (vgl. "Herzog Bernhard der Große von Sachsen-Weimar"), solle G. an K. C. Hage weiterleiten. - Bitte um Erklärung der Geister Tafel (von K. Müglich). - Einladung in S.s Loge zur Aufführung von "Hermann und Dorothea" (bearbeitet von K. Töpfer) am 27. März. - Der "Paria" (von M. Beer) sei ein schönes Machwerck und solle trotz einiger Schwierigkeiten noch im Frühling (richtig: 6. November) in Weimar gegeben werden. Bezüglich der Beschaffung der Kostüme und des Arrangements möge sich G. in Berlin (bei Graf K. Brühl) erkundigen. Vergleich des Stücks mit der gleichnamigen französischen Tragödie (von C. Delavigne), die nach S.s Meinung in der Auswahl des sujets den vortheil habe. - S. übersendet S. Boisserées 2. Heft "Ansichten, Risse ... des Doms von Köln", das er von Artaria & Fontaine erhalten habe, und bittet um Aufklärung, ob es sich um das durch G. für ihn bestellte Exemplar handele (vgl. RA 9, Nr. 1542).

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