Brief
Von Karl Friedrich Zelter an Friederike Helene Unger (1. Mai 1796)
Z. übersendet seine neuesten Lieder ("Zwölf Lieder am Klavier zu singen", 1796). Ein Exemplar sei für U. bestimmt, das andere haben Sie die Güte dem vortrefflichen verfaßer des Wilhelm Meister zu zuschicken, dem Z.s Lieder nicht so fremd seyn mögten wie sein Name. Er habe G.s Verse nicht obenhin componirt, sondern habe sich ungeachtet der geringeren Publikumswirkung in die unvergleichlichen Verse hineinstudiert. G. könne am besten beurteilen, ob Z. seinen Sinn getroffen habe. Die gedruckten Noten mögen ihr Heil in der welt versuchen.
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