Brief
Von Joseph Stanislaus Zauper (20. März 1822)
Übersendung von Z.s "Studien über Goethe" (Ruppert 1955). G.s Aufforderung, über die neuere Dramatik zu schreiben, sei Z. nachgekommen: Manches ist fertig, aber noch lange nicht berechtigt, sich vor Ihnen sehen zu lassen; über Z.s Abhaltungen. Der Prolog in G.s "Faust" spiegele die Misere des Theaters wider. Nur romantischer Nebel, mystisches Halbdunkel, und Gräßliche Knall-Luft betöre das Publikum. - Über F. Pustkuchens "Wilhelm Meisters Wanderjahre". Da der Wanderer nicht von der Stelle kommt, so ist der Roman blos Larve. Die große Objektive Idee fände Z. im "Faust", im "Götz von Berlichingen", in "Torquato Tasso" und in "Iphigenie auf Tauris", vermisse sie aber bei Schiller, Klopstock und F. de la Motte-Fouqué, deren Idee der Freyheit, der Religiosität, der Ritterlichkeit ein subjektiver Charakter sei, der individuell hervortrete, wo das Objektive gegeben werden sollte. - Z. habe sich geprüft und gefunden, daß er seine "Studien" am besten in aphoristischer Form ausdrücken könne; Zitat quid valeant humeri (Horaz "De arte poetica", 39f.).
Bezüge im Wissensnetz
Erwähnt (5)
GZP-Knowledge-GraphAntworten darauf (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Sprache (1)
GZP-Knowledge-Graph- Deutsch
Wurde abgesendet von (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde gesendet an (1)
GZP-Knowledge-GraphIst Antwort auf (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde abgesendet aus (1)
GZP-Knowledge-GraphWird angeführt von (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Zeitspanne (1)
GZP-Knowledge-GraphKategorie (1)
GZP-Knowledge-Graph- Brief und Korrespondenz