Brief

Von Nikolaus Meyer (17. November 1803)

M. berichtet von seinem grossen Glücke, das ihm ermöglicht habe, aus altem Bremer Familienbesitz drei bedeutende Samlungen Gemählde zu erwerben, ohne daß die alten Liebhaber der Kunst, G. Oelrichs und B. Castendyk, etwas davon gemerkt hätten. Über M.s Freude, unter mehr als 350 Stücken Werke von Raffael, Caravaggio, Rubens, Rembrandt, F. Hals, D. Teniers, Sneyers (? F. Snyders), G. van Honthorst, C. Berchem, Ruisdael, L. Cranach (d. Ä. oder d. J.), A. Pynacker und (J. oder A.) Both nennen zu können. J. H. Menken und F. A. Dreyer hätten M.s noch unsichres Urtheil bestätigt und sich bereit erklärt, die Sammlung in Ordnung zu bringen. Dafür wolle er sie nicht mit Geld, sondern mit einigen Gemälden belohnen. Menken habe ihm für die ersten 2 Drittel der Sammlung 2 000 Reichstaler geboten, doch er gebe sie nicht für 12 her. Einige Stücke werde er aber zur Deckung seiner Auslagen verkaufen müssen. G. möge sich von der Schönheit der Gemälde künftigen Sommer selbst überzeugen. Bitte, J. H. Meyer den Inhalt des Briefes mitzuteilen.

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