Brief
Von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (28. August 1821)
Reminiszenz an ein gemeinsames Erlebnis in Neapel, das T. veranlasse, G. die Zeichnung eines neapolitanischen Krebses mit menschenähnlichem Gesicht zu senden. Damit wolle T. seine Methode der Untersuchungen über den Menschen beweisen, die er von den Insekten über alle Stufen der Tierarten bis zum Menschen verfolgt habe. - Ausführungen über Ähnlichkeiten von Pflanzen- und Fleischernährern bei Tieren und Menschen, die als Gemüthliche und Denker zu unterscheiden seien (vgl. GTi, 37 zu Nr. 17). Hätte er von G.s diesbezüglichen Untersuchungen eher erfahren (vgl. die Hefte "Zur Morphologie" I 1-3), so wäre T. zum mündlichen Austausch zu G. gekommen. - Von dem Übersandten, u. a. eine frühere Skizze zu G.s "Götz von Berlichingen", könne G. jeden Gebrauch machen, T. benötige nichts zurück. - G.s Gedanken über die Idyllenzeichnungen sehe T. mit großer Sehnsucht entgegen (vgl. G. "Wilhelm Tischbeins Idyllen", in: "Über Kunst und Altertum" III 3).
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