Brief
Von Friedrich Schiller (28. Juni 1798)
Die Nachricht, daß "Elpenor" von G. sei, habe S. wirklich überrascht (vgl. RA 2, Nr. 1358). - Auf die Auseinandersetzung über A. K. A. Eschenmayers Buch "Versuch, die Gesetze magnetischer Erscheinungen aus Sätzen der Naturmetaphysik [...] zu entwickeln" (Tübingen 1798) freue sich S. sehr. Er wolle dann auch über Electricität, Galvanism und Chemische Dinge sprechen und Versuche anstellen. - Zu W. von Humboldts Manuskript "Über Goethes Hermann und Dorothea" (vgl. Ruppert 1937) habe S. in dem beiliegenden Brief an den Verfasser nur allgemein Stellung genommen, da ihm die Gedankenrichtung Humboldts jetzt etwas fremd und widerstrebend sei. - A. W. Schlegels Gelegenheitsgedichte "An Friederike Unzelmann als Nina" und "Der neue Pygmalion, an Iffland" wolle S. nur dann in den "Musenalmanach" für 1799 aufnehmen (vgl. RA 2, Nr. 1352), wenn Schlegel noch etwas bedeutendes für den Almanach bestimmen will. [...] Sollen Sie aber sein einziger Beitrag seyn, den er nicht einmal ausdrücklich dafür schickt, so könnte es das Ansehen haben, als wenn wir nach allem griffen, was von ihm zu haben ist [...]. - J. H. Meyers Vorschlag wegen der Propyläen als Titel läßt sich schon hören.
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