Brief
Von Peter Im Baumgarten (4. September 1791)
I. sehe sich von G. und Bertuch als seinen Stützen verlassen. Letzterer habe auch die Michaels Blaten zum BilderBuch nicht von I. stechen lassen, obwohl er für seine lezte Arbeit von Lips viel Lob erhalten habe. G. habe wahrscheindlich zu wehnig Vertrauen zu I. gehabt, sonst hätte er die Pflanzen nicht von Weizen (J. C. W. Waitz) stechen laßen. Vom Herzog, der ihm auf G.s Empfehlung eine Järliche Unterstüzung gezahlt habe, sei auch keine Hilfe mehr zu erwarten. Deshalb unterbreite I. hiermit seinen Plan für den künftigen Lebensunterhalt: Er wolle sich auf der Messe den Leipziger Buchhändlern empfehlen, wolle Material und Werkzeug zum Kupferstechen einkaufen und nach Erfurt übersiedeln, außerdem einen Weinhandel betreiben. Falls G. ein beßres Mitel Zu I.s Unterhalt ausfindig machen könne, wolle er sich seiner höheren Einsicht unterwerfen.
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