Brief
Von Katharina Elisabeth Goethe (13. Januar 1794)
Dank für G.s lieben Brief von 8ten Jenner mit dem Hilfsangebot zu ihrer Abreise. Sie habe aber nicht die geringste Furcht. Über Frankfurter Gerüchte, die einen panischen Schrecken verbreiteten. Schilderung, wie K. E. Bethmann-Metzler im Nachthabit, außer odem zu ihr gerent sei mit der Behauptung, die Feinde bompardiren Mannheim mit glühenden Kuglen. Auch die von J. N. Luther und J. H. Jordis vom Herzog K. W. F. von Braunschweig und dem Grafen Wurmser eingeholten guten Nachrichten würden nicht geglaubt werden: sie wollen sich nun einmahl fürchten. Ihr Nachbar Dübari (J. de Bary) sei auch auf und davon. das alles habe ihr noch keine trübe Stunde gemacht. - Über ihre Einquartierung: aber was die auch freßen!! - J. I. Gernings Mutter sei aus Angst über die gegenwärtige Zeitläufte - Närisch geworden. - Erinnerung an die Frage von J. A. Behrens.
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