Brief

Von Christian Gottlob Voigt (27. November 1803)

Heute Vormittag habe V. mit dem Thurn- und Taxisschen Generaloberpostdirektor A. K. von Vrints eine in sehr vielem Betracht instructive Unterhaltung gehabt. Dieser habe auch von den politischen Verhältnissen in Berlin und in Paris, wo er drei Jahre lebte, erzählt; er kenne die französischen Rüstungen, hat vom Bonaparte genaue Notiz. - Das gute Verhältniß aufgrund der Empfehlung A. Dörriens habe V. genutzt, ihn auf das preußische Einfuhrverbot der JALZ (vgl. RA 4, Nr. 1116) anzusprechen. Vrints habe die Unterstützung seiner Postämter für die Spedition der Zeitung zugesagt. Hinweis auf die zwischen Preußen und Taxis geschlossene Konvention, wodurch die Spürhundschaft mehr ausgeschlossen wird. - Die Neuprägung der zur Jahrhundertwende geschaffenen Medaille (vgl. RA 4, Nr. 509) durch D. F. Loos sei geglückt. Trotz W. von Wolzogens Abbestellung werde man sie ausprägen lassen.

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