Brief

Von Friedrich Christoph Perthes (1. Juni 1817)

Antwort auf die Anfrage in "Über Kunst und Altertum" I 2 (in G.s Beitrag "Rungische Blätter"; vgl. WA I 53, 223): Die Platten der Tages-Zeiten habe O. Runge ihm anvertraut, und P. habe Abdrucke an die bedeutensten Kunst- u Buchhandlungen gesandt. Wiederholt seien diese Blätter in den Litteratur- und andren Zeitungen angezeigt worden, so daß (F. J. Bertuchs) Landes-Industrie-Comptoir und die Hoffmannische Buchhandlung hätten Auskunft geben können. Der Erlös käme dem ältesten Sohn (Sigismund) zugute, der hier auf dem Land erzogen werde. - Mitteilungen über O. Runge, der Frau und vier Kinder hinterlassen habe. Die zwei weiteren Söhne (Bernhard und Philipp Otto) würden bey Brüdern des Verstorbenen (? David und Karl) in Mecklenburg erzogen; das jüngste Kind, ein Mädchen (Maria Dorothea), sei bei der Mutter in Dresden. Der älteste Bruder (Daniel) habe die Absicht, Briefe und Werke des Verstorbenen herauszugeben (vgl. "Hinterlassene Schriften" und RA 6, Nr. 246 und RA 6, Nr. 417). - Die Darstellung der W. K. Fr. über die religiös-patriotische Kunst (vgl. H. Meyer "Neu-deutsche religios-patriotische Kunst", in: "Über Kunst und Altertum" I 2) hätten P. und andere sehr erfreut; Reflexionen darüber. Nicht erwähnt sei der Einfluß von F. Müllers Leben und Schrift auf das jetzige Kunst-Bestreben. - Bedauern, G. noch nicht persönlich begegnet zu sein.

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