Brief
An Johann Heinrich Merck (zwischen 13. und 25. August 1775)
Jung ist nach Elberfeld zurück, und läßt Dich grüßen. Was treibst Du? Was macht die Wöchnerinn, und wird der Congreß bald zu Stande kommen?
Ich bin wieder scheißig gestrandet, und möchte mir tausend Ohrfeigen geben, daß ich nicht zum Teufel gieng, da ich flott war. Ich passe wieder auf neue Gelegenheit abzudrücken: nur möcht' ich wissen, ob Du mir im Fall mit einigem Geld beistehen wolltest, nur zum ersten Stoß.
Allenfalls magst Du meinem Vater beim künftigen Congreß klärlich beweisen, daß er mich auf's Frühjahr nach Italien schicken müsse; das heißt, zu Ende dieses Jahres muß ich fort. Daur' es kaum bis dahin, auf diesem Bassin herumzugondoliren, und auf die Frösch- und Spinnenjagd mit großer Feierlichkeit auszuziehen. Hast du wegen meiner Mspten. geschrieben? Ade. Zeichne und schick! Deine Sachen kriegst alle wieder. Amen.
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