Brief
Von Philipp Christoph Kayser (11. Juli 1795)
Von seinem durch Mangel, Noth, inneres Verzehren bestimmten Leben, seinem Wunsch, sich G. vertraut eröffnen zu können, und seinen einmahl gefaßten alten Gesinnungen der Achtung [...] und des Dankes für G. - Auf G.s Anfrage teilt er eine Übersicht über seine Collektaneen über ital. Musikwesen mit: von seinen Studien der italienischen Kirchenmusik, vor allem des Kirchengesanges, seinen Collektaneen Musikalische Litteratur aus der Minerva zu Rom, bey den Augustinern eben daselbst, in der Martinischen Bibliothek zu Bologna, und in der Maglibechiana (wie auch in einer Privatbibliothek zu Florenz sowie über seine Kenntnis des italienischen Volksliedes, wovon er G. bald nach dessen Rückkehr nach Weimar einen Aufsatz zugesandt habe (vgl. RA 1, Nr. 256). - Seine Antworten auf G.s Anfragspunkte lauteten: Seine Sammlung sei nicht geordnet; er sei ohne alle Rücksicht bereit, sie mitzuteilen, aus Pflicht und Dankbarkeit gegen G., dem er alles schuldig sei; er könne sie jedoch nicht ausarbeiten. Über die Möglichkeiten, die Lücken der Sammlung aufzufüllen, was G. teilweise selber bewältigen könne.
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