Werk

Gabriel Schillings Flucht

Zeit- und Sachbezug: Drama in fünf Akten. Hauptmann gestaltete in diesem Stück einen Konflikt, der ihm aus eigenem Erleben vertraut war: Ein Jahr vor der Niederschrift des Schauspiels hatte er sich durch die Trennung von seiner damaligen Ehefrau und eine neue Heirat aus einer schweren Ehekrise befreit.

Inhalt: Der Maler Gabriel Schilling steht zwischen seiner verhärmten, gealterten Frau Eveline und seiner Geliebten, der Russin Hanna Elias, die eine starke sinnliche Faszination auf ihn ausübt. Mit seiner Flucht auf eine kleine Insel versucht er, dem Einfluss beider Frauen zu entkommen und seine künstl. Schaffenskrise zu überwinden. Beide aber treffen, für ihn unerwartet und unerwünscht, nach kurzer Zeit auch auf der Insel ein. Im Meer, das ihn von Anbeginn magisch angezogen hat, nimmt er sich, schwerkrank und verzweifelt, das Leben.

Überlieferung: Entstanden zwischen Mai 1905 und Septemper 1906; Uraufführung am 14.06.1912 am Goethe-Theater in Bad Lauchstädt. Erstdruck Berlin, S. Fischer, 1912

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