Werk

Kreisleriana

Überlieferung: teilweise 1810-1814 erschienen in "Allgemeine musikalische Zeitung" und anderen Zeitschriften, 1814 und 1815 in den Band 1 und 4 der "Fantasiestücke in Callots Manier" aufgenommen. Anregung für den gleichnamigen Klavierzyklus von R. Schumann. Buchill. von Karl-Georg Hemmerich.

Inhalt: Die Kreisleriana Nr. 1–6 umfassen "kleine, größtenteils humoristische Aufsätze", in denen sich der in vielen Eigenschaften als Selbstporträt Hoffmanns gezeichnete Kapellmeister Johannes Kreisler als aus dem "Gleichgewicht" geratener Künstler darstellt, der nicht mehr "mit der Welt zu leben" versteht. In "Beethovens Instrumentalmusik" (aus zwei Beethoven-Rezensionen Hoffmanns montiert) entwirft Hoffmann die Grundideen der romantischen Musikästhetik. Die Kreisleriana Nr. 7–13 informieren zunächst im Brief eines Baron Wallborn an Kreisler sowie in dessen Antwort (beide Briefe sind ein Gemeinschaftswerk Hoffmanns mit F. de la Motte Fouqué) über die Lebensgeschichte des Kapellmeisters, der offenbar "durch eine ganz fantastische Liebe zu einer Sängerin auf die höchste Spitze des Wahnsinns getrieben" wurde. Die weiteren kleinen Texte führen die kulturkritischen Satiren fort, die bereits für den ersten Teil der "Kreisleriana" charakteristisch sind.

Zeit- und Sachbezug: Zus.-stellung von 12 zunächst nicht zusammenhängender tragischer Texte. Paradebeispiel romantischer Literatur.

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