Karl Kübel GmbH

1932 Gründung des Handelsgeschäfts für Schreinereibedarf in Worms. 1936 verschaffte Friedrich Geene, der Juniorchef der Möbelfabrik in Weeze, Kübel einen Auftrag, im Laufe eines Jahres 1.000 Schreibtische herzustellen. Dieses Projekt ermöglichte dem jungen Unternehmer den Einstieg in die Möbelproduktion. Die Rühlsche Brauerei wurde in der Folge umgebaut und es wurden leistungsfähige Maschinen für die industrielle Holzverarbeitung eingesetzt, um die angeforderten Schreibtische produzieren zu können. Der Fokus lag von nun an auf der Möbelproduktion und der Handel mit Schreinereibedarf wurde 1937 eingestellt. Unter dem Firmennamen Karl Kübel Worms (KKW) wurden Schreibtische und Schränke für den privaten Gebrauch gefertigt. 1937 übernahm er eine Fabrik in Kahl am Main, die der jüdische Eigentümer auf Druck der Nationalsozialisten verkaufen musste. Der Firmenname wurde in Karl Kübel Kahl (KKK) unbenannt und war fortan das Markenzeichen des Unternehmens. 1946 erwarb er in Biblis ein 40 ha großes Gelände und errichtete dort ein weiteres Werk, in dem Küchenhocker und Schlafzimmer gefertigt wurden. 1964 wandte sich Kübel wieder der Büromöbelsparte zu, Mitte der 1960er Jahre Einstieg in den Bereich der Küchenmöbel. 1966 übernahm Kübel die Karl Heise AG im niedersächsischen Ölsburg. Die Küchen wurden von da an als 3 K-Möbel verkauft.1967 wurde auch die Zentrale der Kübel GmbH nach Bensheim verlegt. 1973 verkaufte Kübel 99% der Anteile des inzwischen als Aktiengesellschaft firmierenden Unternehmens an die schwedische Zündholz-Gruppe Svenska Tändsticks. 1% der Aktien blieb bei der Karl-Kübel-Stiftung für Kind und Familie, die sich für Inlandsarbeit, Entwicklungszusammenarbeit und Bildungsinstitute engagiert. Wenige Jahre nach dem Verkauf der Kübel-Werke wurde die Produktion eingestellt.

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