Werk

Ein treuer Diener seines Herrn

Zeit- und Sachbezug: G. nutzte als Quellen Werke zur ungarischen Geschichte. Das Stück zeigt Anklänge an den antiken Lukretia-Stoff und Shakespeares "Measure for Measure".

Inhalt: Als der ungarische König Andreas in den Krieg zieht, ernennt er Bancbanus zu seinem Statthalter. Köngin Gertrude hätte gern ihren Bruder Otto in dieser Funktion gesehen. Dieser stellt (mehr aus Rache denn aus Liebe) Erny, der Frau von Bancbanus nach. Die Intrigen Ottos und Gertrudes führen zu Unfrieden, zum Selbstmord von Erny und zum Aufruhr - wobei Bancbanus rational handelt und den Widersachern sogar zur Flucht verhilft. Als der König plötzlich zurück kehrt, gelingt es Bancbanus, die Rebellion zu beenden und den König zu besänftigen. Als Lohn für seine Tat wünscht Bancbanus lediglich die Hand des Kronprinzen zu küssen - damit beschwört der treue Diener die Heiligkeit des Konigtums.

Überlieferung: Wurde mit großem Erfolg 1828 uraufgeführt. Der Erstdruck erfolgte 1830. Das Bemühen des Königs, das Stück G. abzukaufen, damit es in Zukunft weder gedruckt noch aufgeführt werden konnte, scheiterte. Wurde und wird in Österreich und Deutschland kaum auf die Bühne gebracht.

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