Werk
Entweder wunderbare Geschichte von Bogs dem Uhrmacher
Überlieferung: Zählt zu den weniger beachteten Erzeugnissen der romantischen Literatur. In den letzten Jahrzehnten sind einige Studien dazu erschienen, die den Musik-Bezug herausstellen.
Zeit- und Sachbezug: Die Satire mit barockisierendem Titel - dessen letzter Teil verrät, dass zunächst ein Beitrag für die Badische Wochenschrift vorgesehen war - wurde 1807 von Brentano und Görres in Heidelberg entworfen; ihr Umfang führte jedoch zu einer separaten Publikation im gleichen Jahr.
Inhalt: BOGS hat seinen Beruf "verinnerlicht", er funktioniert wie ein Uhrrädchen im Getriebe der Gesellschaft und trägt in seinem Gehirn alle Uhren im Miniformat. Als Philister bemüht er sich um Aufnahme in einen Schützenverein. Die Begutachtung ergibt jedoch, dass der äußere Eindruck täuscht. BOGS hat zwei Gesichter, von denen das eine unter seinen Haaren versteckt ist. Bei der Beschreibung dieses Janus-Kopfes wird deutlich, dass autobiographische Elemente in die Satire eingehen, denn beschrieben werden Physiognomie und Temperament der beiden Autoren, deren Namen auch in der Buchstabenfolge BOGS versteckt sind (BrentanO und GörreS).
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