Werk

Das Erdbeeri Mareili

Novelle, 1851

Inhalt: Die Novelle beginnt mit dem Tod der Protagonistin, über deren Leben der Dorfpfarrer berichtet: ein zartes, scheues Mädchen, das beim Beerensuchen immer Glück hat und deswegen das Erdbeeri Mareili genannt wird. Menschen geht es aus dem Weg doch bei den Tieren und Pflanzen im Wald fühlt es sich wohl. Dort erblickt es einmal eine liebliche Gestalt und ist überzeugt, einen Engel gesehen zu haben. Es handelt sich um das Fräulein vom nahen Schloss, das von Hemmungen und Zweifeln geleitet wird. Als das Mareili schließlich auf dem Schloss Dienst verrichtet und sich beide anfreunden, findet das Fräulein sein Selbstbewusstsein wieder zurück. Nach dem Tode des Fräuleins verbringt das Mareili die letzten Lebensjahre damit, Kindern das Pflücken von Erdbeeren zu lehren und deren Geschicklichkeit und Gottseligkeit zu mehren.

Überlieferung: Erschien in der Sammlung "Alpenrosen für das Jahr 1851" (hrsg. von A. E. Fröhlich). Bis um die Jahrhundertwende eine der bekanntesten Erzählungen G.s; gehörte lange Zeit zum Kanon der Lehrerausbildung in der Schweiz. Bildliche Darstellungen bereits ab der Ersterscheinung (R. Leemann, später auch A. Anker, R. Thalmann).

Zeit- und Sachbezug: Idealbild vom naturverbundenen, gottgefälligen Menschen ("Naturkind") mit Elementen christlicher Nächstenliebe. Eine erste Fassung der Novelle blieb unvollendet.

Bezüge im Wissensnetz

Form des Werks und der Expression (1)

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Sprachencode (1)

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Erste Verfasserschaft (1)

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