Werk
Die Kultur der Renaissance in Italien
Kulturgeschichtliches Werk, ersch. 1859
Überlieferung: Den ursprünglichen Plan, die Kunstgeschichte von der Kulturgeschichte zu lösen, führte dazu, dass nur ein Fragment der „Kunstgeschichte der Renaissance“ erhalten ist. Sein Werk prägte das Bild der italienischen Renaissance im deutschsprachigen Raum. Gilt bis heute als eines der Hauptwerke Burckhardts und vielgelesene kulturhistorische Darstellung der beginnenden Moderne.
Zeit- und Sachbezug: Als Abschlussband Burckhardts "Bibliothek der Culturgeschichte" geplant. Kunstgeschichtliche Passagen sind herausgestrichen und sollten urspürnglich separat erscheinen.
Inhalt: Burckhardt erkennt die italienische Renaissance als Beginn der modernen Welt. Frei von weltlichen und geistlichen Einflüssen konnte sich eine neue, emanzipierte Kultur etablieren; die Fokussierung auf das Individuum zieht autonome Handlungsmuster nach sich - kennzeichnend für die Bildungsbewegung des Humanismus und Grundlage der europäischen Aufklärung. Die Darstellung ist nicht narrativ, sondern chronologisch, beobachtend und essayistisch aufgebaut, unter Verwendung ausschließlich gedruckter Quellen.