Werk
Die Seherin von Prevorst
Epoche: Romantik
Überlieferung: Die okkultististische Abhandlung erschien erstmals 1829 und wurde ein Bestseller.
Zeit- und Sachbezug: Wie einige Vertreter der Romantik arbeitete auch Kerner ernsthaft im spekulativen Bereich der obskuren Grenzwissenschaften seiner Zeit: Entwicklungslehre und animalischer Magnetismus, Dämonismus, Siderismus und Somnambulismus.
Inhalt: Kerners Krankenbericht liegen Beobachtungen an der "Seherin von Prevorst", seiner Patientin Friederike Hauffe (1801–1829), zugrunde. Er gliedert sich in zwei Abteilungen: "Eröffnungen über das innere Leben des Menschen" und "Eröffnungen über das Hereinragen einer Geisterwelt in die unsre". Das Werk changiert zwischen wissenschaftlicher Gründlichkeit und dem Glauben an überirdische Phönomene.