Werk
Schloß Hubertus
Überlieferung: Erschien in 2 Bänden 1895. Gehört zu G.s populärsten Romanen. Mehrfach verfilmt.
Inhalt: Graf Egge, der Schlossherr, widmet sein ganzes Leben der Jagd, die er mit zwei Gehilfen im Hochgebirge veranstaltet. Während er monatelang auf seiner Jagdhütte weilt, verliert der tyrannische Witwer an Einfluss auf die Lebenswege seiner vier Kinder, die sich von den Traditionen ihres Adels abwenden: Kitty bandelt mit dem Maler Frobeck an, Tassilo geht als Rechtsanwalt und Sozialdemokrat in Opposition gegen den Vater und heiratet eine Sängerin, um mit ihr nach München zu ziehen; Robert stirbt als hoch verschuldeter Spieler im Duell, Willy an einem Blutsturz, als er stark alkoholisiert einem Bauernmädchen nachsteigt. Kitty bleibt indes ihrem Vater treu und sorgt für ihn, als er durch die Attacke eines Adlers tödlich verletzt wird. Erst auf dem Sterbebett versöhnt er sich mit seinen Kindern. Die Geschichte illustriert die Gefährdung des Menschen durch Maßlosigkeit und stellt ihr Liebe und Treue als Garanten eines gelingenden Lebens entgegen, deutet mit der Figur des Tassilo aber auch den politischen Veränderungswillen einer neuen Generation an.
Zeit- und Sachbezug: Heimatroman, der die Vereinsamung thematisiert.
Bezüge im Wissensnetz
Adaptionen und Rezeption (3)
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