Werk
Hermanns Schlacht
Epoche: Empfindsamkeit
Zeit- und Sachbezug: Die musikdramatische Form "Bardiet", Prosa mit lyrischen Einlagen, entstammt der Verknüpfung des Wortes "barditus", der in der "Germania" des Tacitus überlieferten Bezeichnung für die germanischen Schlachtgesänge, mit dem irischen Wort "Barde", der auf keltisch-altnordische Dichter-Imagines zurückgeht; "Hermanns Schlacht" ist das erste Stück der Hermann-Trilogie, weitere sind "Hermann und die Fürsten" (1784) und "Hermanns Tod" (1787).
Überlieferung: Entstanden 1766/67. Erstausgabe 1769, 2. Fassung Leipzig 1804. Von den Gegnern als Bardengebrüll verspottet, auch von Goethe abgelehnt, Jakob Grimm: "ungedeihlicher Bardenunfug". Die Hermannsdramen blieben als Bühnenwerke erfolglos, wurden jedoch bei ihrem Erscheinen begeistert begrüßt und von vielen Zeitgenossen als Kritik am Absolutismus wahrgenommen.
Inhalt: Gegenstand von "Hermanns Schlacht" ist der Sieg der Germanen im Jahr 9 n. Chr. über die Legionen des Varus im Teutoburger Wald.