Werk

Sehnsucht

Im Inhaltsverzeichnis seiner Gedichtsammlung von 1803 hat Schiller als Entstehungsjahr 1801 angegeben. Wahrscheinlich wurde das Gedicht aber erst im Frühjahr 1802 fertig. Mit seinem Brief vom 18. März 1802 schickte Schiller es zusammen mit anderen Gedichten (über Körner) an Wilhelm Gottlieb Becker zur Veröffentlichung in dessen "Taschenbuch zum geselligen Vergnügen". Beigefügt war eine Komposition von Friedrich Franz Hurka. Möglicherweise durch "The pilgrim's progress" inspiriert. Thematik und Motivik setzen das Gedicht in Beziehung zu "Das Reich der Schatten", in dem der Übertritt des Menschen ins Reich der Schönheit als möglich beschworen wurde; die Vehemenz dieser Beschwörung fehlt hier; ein resignativer Ton ist ebenso unüberhörbar wie im verwandten Gedicht "Der Pilgrim". Vielfach vertont, u.a. von F. Schubert, J. F. Dalberg, S. Wagner, T. Gaede.

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