Kloster Altstadt. Bibliothek

Beim Klosterbrand 1698 kam auch die Bibliothek zu Schaden. Von einer völligen Vernichtung des Buchbestandes ist jedoch nicht auszugehen. Mit dem Wiederaufbau des Klosters setzte eine rege Sammeltätigkeit ein, die im 18. Jh ihren Höhepunkt erreichte. Nach der Auflösung von Hochschule und Gymnasium waren die Bücher lange Zeit mangels geeigneter Räumlichkeiten unsachgemäß gelagert und nur schwer zugänglich. Erst 1989 wurde ein neuer Bibliotheksraum geschaffen, in dem der vollständig erhaltene Buchbestand in seiner ursprünglichen Ordnung wieder aufgestellt wurde. Für die Inkunabeln wurde ein gesonderter Aufbewahrungsraum eingerichtet.

2012 kam der Bestand auf der Basis eines Leihvertrags in die Diözesanbibliothek Würzburg, Ende 2013 ging er ins Eigentum der Diözese ( "Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg") über. Im Schenkungsvertrag ist festgeschrieben, dass das wertvolle Bestandsensemble nicht auseinandergerissen werden darf und auf Dauer für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung steht.

Erweiterung ab 1659 mit der Einrichtung eines Philosophie- oder Theologiestudiums der Thüringer Franziskanerprovinz im Kloster Altstadt . Der Lehrbetrieb wurde bis zur Säkularisation aufrecht erhalten. Von 1668 bis 1817 war dem Kloster ein Gymnasium (Lateinschule) angeschlossen. Die für diese beiden Lehrinstitute benötigte Literatur bildet einen Großteil des Bibliotheksbestandes.

Der Gesamtbestand, ausnahmslos vor 1900 erschienen, umfaßt 6046 Bde.

Der Buchbestand der Bibliothek des Klosters Altstadt geht auf eine Pfarrbibliothek des 16. Jahrhunderts in Hammelburg zurück. Nach der Gründung des Klosters 1649 wurde sie dorthin abgegeben.

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