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Der Ister

Zeit- und Sachbezug: Ister ist der antike Name für die Donau, die wegen ihres West-Ost-Verlaufs für Hölderlin zum besonders anschaulichen Sinnbild für die Wanderung zwischen den Kulturräumen wird. Hölderlins Wanderungen inspirierten ihn zu einer Hymne auf den Fluss (Entsheungszeit zwischen 1802 und 1806 angesetzt). Vom Autor selbst nur als "Entwurf" bezeichnet.

Überlieferung: Fragment: Die Strophen 1 und 2 liegen sowohl in einem Entwurf als auch in einer Reinschrift vor; zu den Strophen 3 und 4 fehlen Reinschriften. Aus den von Hölderlin hinterlassenen Entwürfen haben in Auseinandersetzung mit ihren Vorgängern Editoren neue Werke abgeleitet, wobei parallel ein Wandel des Werkbegriffs sich vollzog bis hin zu der Behauptung, das Werk existiere nur als Segment. Eine Deutung des in Teilen rätselhaften und unfertigen Gedichtes wurde u.a. von Heidegger vorgenommen.

Inhalt: „Der Ister“ beschreibt den kulturellen Austausch zwischen dem antiken Orient und unserem modernen Abendland bzw. wie Hölderlin es ausdrücken würde, der westlichen Welt der Hesperier.

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