Werk
Das Bettelweib von Locarno
Überlieferung: Die Novelle erschien am 11. Oktober 1810 in den "Berliner Abendblättern" und wurde danach mit kleineren Abweichungen in den zweiten Band der Erzählungen (1811) aufgenommen. E.T.A. Hoffmann spendete der Erzählung in den "Serapions-Brüdern" (1819-21) wegen ihrer erzählerischen Ökonomie hohes Lob. Typische Novelle der dt. Schauerromantik.
Zeit- und Sachbezug: Kleist amüsierte sich über die monothematische Buchauswahl der Bibliothek Würzburg, in der fast ausschließlich Geschichten über Ritter enthalten waren.
Epoche: Romantik
Inhalt: Die Gespenstergeschichte berichtet über einen Spuk in einem Schloss, in dem der Geist der Titelfigur einen für ihren Tod verantwortlichen Marchese heimsucht. Die Gruselgeschichte verstrickt sich in zahlreiche Widersprüche, die vom Leser nach und nach aufgedeckt werden.