Werk
Titan
Inhalt: Grundlage der Handlung ist eine »auf Kindesvertauschung beruhende geheimnisvolle genealogisch-dynastische Verwicklung« (Eduard Berend), deren Auflösung am Ende des Romans auch den Entwicklungsprozeß des HeIden, des enthusiastischen Jünglings Albano, beendet, der nun - an der Seite Idoines - die Regierung der deutschen Kleinstaaten Hohenfließ und Haarhaar übernimmt.
Epoche: Klassik
Überlieferung: Die vier Bände des Romans erschienen in jährlichem Abstand von 1800 bis 1803. Satirische und komische Seitenstücke und Digressionen enthält der zweibändige "Komische Anhang zum Titan" (1800-01), darunter "Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch". Der erhoffte Erfolg des Romans blieb aus.
Zeit- und Sachbezug: Anregungen für die Romankonzeption gingen von den Bildungsromanen Wielands und Goethes sowie der existentiellen Problematik von Goethes "Werther" und Friedrich Heinrich Jacobis Eduard "Allwill" aus. Daneben nutzte J. Paul Motive und Versatzstücke der Schauerliteratur. Der ursprüngliche Titel lautete "Das Genie".
Bezüge im Wissensnetz
Literatur und Nachweise (21)
DNB-Titeldaten21 Einträge — alle anzeigen →