Werk
Nausikaa
Überlieferung: Das Drama blieb - auch aufgrund der Unvereinbarkeit von idyllischer Landschaftsbeschreibung und dem tragisch konzipierten Höhepunkt sowie der schwierigen Übertragung des antiken Konfliktes in die Gegenwart - unvollendet; der Erstdruck der ersten beiden Auftritte erfolgte erst 1827 in Bd. 4 der Ausgabe letzter Hand von Goethes "Werken". Vollständiger Druck aller Fragmente 1889 in Bd. 10 der Weimarer Ausgabe.
Epoche: Klassik
Tragödienfragment
Inhalt: Behandlung der tragischen Begegnung der phäakischen Königstochter Nausikaa mit Odysseus nach Homers Vorlage: die unerwiderte Liebe sollte das Trauerspiel bestimmen. Autobiografische Bezüge zum Grundwerk sind unverkennbar: "Das zentrale Thema der Wanderschaft für Goethes Leben und Werk und seine Scheu vor festen Bindungen, auch die Begegnung eines älteren Mannes mit einem jungen Mädchen spiegeln sich in dieser Homerischen Szenerie." (Häntzschel: Eine deutsche Nausikaa?, S. 7).
Zeit- und Sachbezug: Zunächst u.d.T. "Ulysses auf Phäa" geplant. Überlegungen dazu auch in der "Italienischen Reise" festgehalten.